Pharaos Tochter findet Moses (1904)
Alma-Tadema bearbeitet hier das in der Malerei seit Jahrhunderten beliebte Motiv von Pharaos Tochter, die Moses
im Nil treibend findet. Während sich jedoch die meisten Darstellungen darauf konzentrieren, wie Moses im Wasser
gefunden oder der Fürstin von ihren Dienerinnen präsentiert wird, zeigt Alma-Tadema hier die triumphale Rückkehr.
Das Ereignis ist für ihn eine willkommene Gelegenheit eine äußerst exotische Sänfte, Fächer aus Pfauenfedern, kahl
geschorene Eunuchen und natürlich wie immer hübsche Mädchen und prächtigen Blumenschmuck in Szene zu setzen. Das
Bild ist nach der Jahrhundertwende entstanden und man bekommt den Eindruck, dass Alma-Tadema langsam die Lust an den
ewigen Variationen seiner klassischen Motive verloren hatte und sich nun mit dem alten Ägypten noch einmal zu neuen
fern aufbrechen wollte.
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