Arnold Böcklin (1827-1901)
Arnold Böcklin wurde in Basel geboren und studierte ab 1845 an der Kunstakademie in Düsseldorf. Nach ausgedehnten
Studienreisen und einem längeren Aufenthalt in Basel blieb er ab 1850 für sieben Jahre in Rom. Er wurde dort mit
Anselm Feuerbach zu einer der wichtigsten Figuren der Gruppe der so genannten "Deutsch-Römer", die sich mit den
alten Meistern, besonders denen der Renaissance auseinandersetzten.
Allgemein zählt man Böcklin zu den Symbolisten und sein Werk wird dominiert von Fantasielandschaften, Tritonen,
Nereiden und Kentauren. Dennoch sollte man dabei nicht ignorieren, dass diese Figuren bevorzugt in dem Ambiente
einer klassischen Antike angesiedelt sind. Böcklin malt also zumindest eine Art von Historienbildern. Dabei benutzt
er das klassische Dekor aber nicht einfach wie Alma-Tadema, um viktorianische Bürger in hübschen Kostümen zu vor
prächtigen Kulissen zu präsentieren.
Bei Böcklin wird die Antike zu einer fernen ideellen Zeit, in der Glaube und Mythos noch lebendig waren. Dieser
Mythos liegt bei ihm tief im Unterbewusstsein, näher an den Alpträumen als an der Idylle. Das verbindet ihn mehr
mit seinem Landsmann Johann Heinrich Füssli als mit den Neoklassizisten seiner Epoche.
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