Jean-Léon Gérôme (1824-1904)
Gérôme wurde 1904 in Vesoul, Haute-Saône geboren.
Er kam bereits mit 17 Jahren nach Paris und wurde dort Schüler des
Historienmalers Paul Delaroche. Der üblichen Italienreise folgten
bald weitere in die Türkei und nach Ägypten, die starken Einfluss
auf seine Malerei hatten. Gérôme wurde bald zu einem der wichtigsten
Vertreter des Orientalismus. Daneben widmete er sich hauptsächlich
mythischen und historischen Themen. Bei ihm dominierte der Reiz Fremden
und Exotischen so stark, dass er sich im Gegensatz zu vielen Kollegen kaum
mit patriotischen Themen beschäftigte.
Dennoch traf wohl kaum jemand mit dieser Mischung aus Exotismus und
Voyerismus im historischen Gewand den Geschmack seiner Zeit so gut wie
Gérôme. Mit seinen prächtigen Gemälden feierte er
große Erfolge in den Pariser Salons und starb 1904 reich und hoch
angesehen in Paris. Wenn er auch erleben musste, wie der von ihm heftig
bekämpfte Impressionismus ständig an Bedeutung gewann.
Zu seinen Schülern zählten: Frederick Arthur Bridgman, Jean
Jules Lecomte du Nouy, Vasily Vasilyevich Vereshchagin
|
|