Ary Scheffer (1795-1858)
Ary Scheffer wurde 1795 in Dordrecht in den Niederlanden geboren. Seine
Eltern Johann-Bernhard Scheffer (1764–1809) und Cornelia Scheffer (1769–1839)
waren beide Künstler , wie dann auch sein jüngerer Bruder Henri
(1798–1862). Ary Scheffer begann seine Ausbildung dann auch schon als Kind
im Atelier seiner Eltern und ging dann 1806 an die Teeken-Akademie in Amsterdam,
wo er bereits 1808 – also mit 13 Jahren – sein erstes großes Bild
ausstellte.
In Amsterdam arbeitete er für den französischen König
Louis Napoléon und wechselte 1811 ganz nach Frankreich, wo er in
Kontakt mit den großen romantischen Malern Delacroix und Géricault
kam. Scheffer arbeitete selbst sehr erfolgreich als Maler, Bildhauer und
Lithograph. 1850 erhielt er die französische Staatsbürgerschaft
und starb 1858 in Argenteuil.
Scheffer hatte zwar eine „klassizistische“ Ausbildung erhalten, sein
Hauptwerk ist jedoch eindeutig romantisch in Malstil, Bildaufbau und vor
allem durch seine Themenwahl. Es sind Szenen aus der fränkischen (d.h.
niederländisch-französischen) Geschichte und der von den Romantikern
bevorzugten Literatur: Shakespeare, Dante und Goethes Faust.
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